Weltegebetstag Freitag, 2. März 2012

Die diesjährige Liturgie wurde von Frauen aus Malaysia vorbereitet. Der Weltgebetstag findet
jedes Jahr am ersten Freitag im März statt. Wie schon der Name sagt, wird der Weltgebetstag
weltweit nach einer einheitlichen Liturgie begangen.
Die Kirchgemeinden Ursenbach und Walterswil begehen den Weltgebetstag gemeinsam.
Alle Frauen und Männer der Gemeinden Oeschenbach, Ursenbach und
Walterswil sind herzlich eingeladen.
Im Anschluss an die Feier laden wir alle zu Kaffee, Tee und Spezialitäten aus Malasya ein.
Es laden ein: Das Vorbereitungsteam aus Oeschenbach, Ursenbach, Walterswil

Weltgebetstag ist  
• eine andere Art, Gottesdienst zu feiern
• eine andere Art, solidarisch zu sein
• eine andere Art, Hilfe zu ermöglichen
• eine andere Art, ein Land kennen zu lernen

Malaysia
Verschiedene Kulturen und Religionen sind in diesem Land vertreten. Die älteste einheimische
Religion ist der Animismus.Verschiedene indigene Volksgruppen wie die Orang Asli in Westmalaysia
und manche andere Gruppen wie die Rungus in Sabah und die Penan in Sarawak sind oder waren
bis vor kurzem Animisten. Der Islam ist die Staatsreligion, und neben hinduistischen und buddhistischen
Religionsangehörigen gibt es rund sieben Prozent Christinnen und Christen.

Auch die sechs nationalen Feiertage widerspiegeln die Vielfalt: Hari Raya Aidilfitri (Fastenbrechen nach
dem islamischen Fastenmonat Ramadan), Tadau Kaamatan (Erntefest, Sabah), Gawai (Erntefest, Sarawak),
Deepavali (Lichterfest der Hindus), Weihnachten und das chinesische Neujahr. Dabei ist es üblich, dass
Minister und andere Persönlichkeiten offene Empfänge geben und alle Volksgruppen zu den Festessen
mit malaysischer Küche eingeladen werden. Gleichzeitig bieten die Feste allen Volksgruppen die Möglichkeit, die Kulturen und Traditionen der anderen zu schätzen und gutnachbarschaftliche Beziehungen zu pflegen.

In einem Land mit so vielen verschiedenen Kulturen und Traditionen ist es wichtig, einen Zusammenhalt
zu haben. Und den finden die Menschen in Malaysia, indem sie sich für ihren Staat einsetzen. So lautet
z. B. der malaysische Staatsspruch unter dem Wappen: Einheit ist Stärke. Und als nationale Philosophie
(Rukunegara) gelten folgende fünf Grundsätze: Glaube an Gott, Treue zu König und Vaterland, Achtung
der Verfassung, Rechtsstaatlichkeit, Wohlverhalten, und Anstand.

Philosophie und Praxis stimmen aber im Alltag nicht immer überein. Die Frauen des malaysischen Weltgebetstagskomitees decken mutig Missstände auf wie Gewalt gegen Frauen, Ausbeutung von
eingewanderten Arbeitskräften, Korruption und Zensur. Sie machen Mut, sich gemeinsam hartnäckig für eine gerechtere Welt einzusetzen im Beten und mit Handeln, um an unserem Platz zum Guten zu wirken.

„Lasst Gerechtigkeit walten“ nennen die Frauen des malaysischen Weltgebetstags ihr Thema für die
Weltgebetstagsfeier 2012. Sie haben es dem Psalm 82 entnommen und zeigen anhand des Gleichnisses von der
hartnäckigen Witwe, was Beharrlichkeit bewegen kann.

Miteinander beten – voneinander lernen ist das Motto der malaysischen Weltgebetstagsfrauen.
Es ist ihr Wunsch, dass es auf der ganzen Welt in die Tat umgesetzt werde. Gerade in der Schweiz kann ihr
Impuls zu neuen Ansätzen führen für einegelungene Integration verschiedenster Kulturen in unserem
schweizerischen Alltag.